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Jesus unterwegs · Neues Testament

Johannes tauft Jesus

Markus 1,4–11 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott hat jeden lieb, so wie er ist

Geschichte

Szene 1: Johannes der Täufer steht in seinem Gewand aus Kamelhaar bis zur Hüfte im grünen Jordan zwischen Schilf und Weiden.

Am Fluss Jordan, da wo das Wasser grün und langsam zwischen Schilf und Weidenbäumen dahinfloss, stand ein Mann bis zu den Knien im Wasser. Er hieß Johannes. Es war derselbe Johannes, dessen Papa Zacharias so lange nicht reden konnte.

Johannes sah ein bisschen wild aus. Er trug ein Gewand aus kratzigem Kamelhaar, zusammengebunden mit einem Ledergürtel. Seine Haare waren lang und zottelig. Und er aß Dinge, die sonst kaum jemand aß: Heuschrecken! Und wilden Honig, den er aus hohlen Bäumen holte. Die Heuschrecken knusperten, wenn er hineinbiss.

Szene 2: Viele Menschen stehen am Ufer; Johannes tauft einen Mann im Fluss.

Aber die Leute kamen trotzdem zu ihm. Viele Leute. Aus allen Dörfern und sogar aus der großen Stadt Jerusalem.

„Kehrt um!“, rief Johannes. „Fangt neu an mit Gott! Bald kommt einer, der viel größer ist als ich!“

Und die Leute stiegen zu ihm ins Wasser. Einer nach dem anderen. Und Johannes taufte sie. Taufen ging so: Er tauchte sie ganz unter, und wenn sie wieder hochkamen, prustend und tropfend, dann war es, als würden sie ganz neu anfangen. Als hätte das Wasser alles Alte abgewaschen.

Szene 3: Jesus zieht am Ufer seine Sandalen aus und watet zu Johannes ins Wasser; Johannes schaut ihn staunend an.

Eines Tages kam wieder jemand ans Ufer. Ein Mann aus Nazaret. Er zog seine Sandalen aus und watete ins Wasser, bis er vor Johannes stand.

Es war Jesus.

Johannes schaute ihn an. Und dann wurde er ganz still. Er wusste sofort, wer das war.

„Du?“, sagte Johannes. „Du willst dich von mir taufen lassen? Das geht doch nicht! Du solltest mich taufen!“

Aber Jesus lächelte. „Lass es so sein“, sagte er. „Es ist richtig so.“

Szene 4: Johannes legt Jesus im Wasser die Hand auf die Schulter.

Da legte Johannes seine Hand auf Jesus' Schulter. Und Jesus ging unter das Wasser. Ganz unter. Das grüne Wasser schloss sich über seinem Kopf.

Und dann kam er wieder hoch. Das Wasser lief ihm aus den Haaren und über das Gesicht.

Szene 5: Jesus steht im Jordan, Wasser tropft aus seinen Haaren; der Himmel öffnet sich, goldenes Licht fällt herab und eine weiße Taube kommt herunter.

Und in diesem Moment passierte etwas.

Der Himmel riss auf. Als ob jemand einen Vorhang zur Seite schiebt. Ein Licht fiel herunter, warm und golden. Und aus dem Licht kam eine Taube geflogen. Eine weiße Taube. Sie flatterte herab und setzte sich ganz sanft auf Jesus. Das war Gottes Geist.

Und dann kam eine Stimme aus dem Himmel. Alle am Ufer hörten sie.

„Du bist mein lieber Sohn. Ich habe dich lieb. An dir habe ich Freude.“

Die Leute am Ufer standen ganz still. Niemand sagte etwas. Nur der Fluss plätscherte, und irgendwo quakte ein Frosch.

Jesus stand im Wasser und schaute nach oben. Und er lächelte.

Gott hatte zu Jesus gesagt: Ich hab dich lieb. Ich freue mich über dich. Und das, noch bevor Jesus ein einziges Wunder getan hatte. Einfach so. Weil er Gottes Kind war.

Szene 6: Heute: An einem sonnigen See steht eine junge Frau in heutiger Kleidung mit dem Pastor bis zur Hüfte im Wasser und wird getauft; am Ufer freuen sich ihre Familie und Freunde, ein kleines Kind winkt ihr fröhlich zu.

Und weißt du was? Das sagt Gott nicht nur zu Jesus. Das sagt er auch zu dir: Ich hab dich lieb. Ich freue mich über dich. Nicht, weil du etwas Tolles gemacht hast. Sondern einfach, weil du da bist.

Bis heute lassen sich Menschen taufen, so wie Jesus damals im Jordan. Sie tun das, wenn sie selbst sagen können: „Ich vertraue Jesus. Ich will zu ihm gehören.“ Dann steigen sie ins Wasser, in der Gemeinde oder draußen an einem See, und alle, die dabei sind, freuen sich mit.

Gott hat jeden lieb, so wie er ist.

Bibelvers

„Du bist mein lieber Sohn. An dir habe ich Freude.“

nach Markus 1,11

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie war es für Jesus, diese Stimme aus dem Himmel zu hören?
  2. Frage 2: Warum hat Gott gesagt, dass er Jesus lieb hat, obwohl Jesus noch gar nichts Besonderes getan hatte?
  3. Frage 3: Hast du schon einmal gesehen, wie jemand getauft wurde? Wie war das?

Gebet

Lieber Gott,
du hast zu Jesus gesagt: Ich hab dich lieb.
Das sagst du auch zu mir.
Danke, dass du mich lieb hast, so wie ich bin.
Amen.

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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